Samstag, 6. März 2010

Zeit

Was bist du, Zeit,
die du so;
unbeirrt, beharrlich läufst?
Du stellst dich gegen mich,
der halten will, was köstlich ist im Leben:
Der Misteldrossel Ruf
im kargen März;
der Lämmer frohe Sprünge
und ihr Ruh`n an Mutters Flanke;
das Blüh`n im Garten
und sein tausendfält`ger Duft;
des Katers Schnurren
und das Streichen über weiches, warmes Fell;
die letzte Beere,
die im Munde schmilzt.

Ach, du hast derweil
auch Wunden viel geschlossen
und bittre Tränen weggewischt,
denn groß ist dein Erbarmen.

Ich will getrost nur meinen Faden spinnen,
an Eurem Zuspruch mich erfreu`n
und auf den nächsten Frühling hoffen.

Karl-Heinz Rieckmann
"Kalle Knopf" der Wollküren


Ich hoffe auf viele Frühlings mit dir lieber Kalle Knopf. LG Sabine

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