Montag, 30. August 2010

Nachtrag zum Basar


Bokenrode
Es waren einmal drei Wollküren, die nach Fürstenberg fuhren. Die Zeitschleuse wand sich und schon fanden sie sich im mittelalterlich gestalteten BASAR in Bokenrode wieder.
Unter dem reetbedachten Wohnstallhaus hatten sie ihren Platz um zu spinnen; zum Glück nicht unter mittelalterlichen Bedingungen!
Zwei wundervolle Tage liegen hinter Petra H., Sophia und mir.
Petra war nicht verkleidet, dennoch passte sie mit ihrem schönen, selbstgenähtem Kleid problemlos in die Kulisse. Sophia wirkte ebenso entzückend im blauen Surcot mit Häubchen. Sie hat sich ins Spindeln eingefuchst und zog mit ihren selbstgebauten Spindeln und einer besonderen Wickeltechnik viele Blicke auf sich.
Ganz und gar ungewöhnlich für Spinnausflüge der Wollküren war der Beginn: Wir begannen mit einem Mittagessen. Der Veranstalter Projekt Begegnung gGmbH versorgte 120 Dar-und Aussteller mit Mahlzeiten und Getränken. Emsig wirbelten Mitarbeiter und Freunde des Vereins von früh bis spät hinter den Kulissen.
Das Angebot des Basars bietet alljährlich neben Spezereien und Köstlichkeiten (Spießbraten, Speiseöle, Brot aus dem Backhaus), Handwerkliches ( Weidenflechtereien, Nadelbinden, Töpferware..) auch besondere Unterhaltung: Musikanten ziehen von Stand zu Stand, Showeinlagen der Feuerpoeten belustigen das Publikum, es wird getanzt und geschäkert, auch Schaukämpfe sind zu sehen…
So werden alle Sinne bedient. Die Lagerfeuer verursachen einen wunderbaren Rauchgeruch, es klingt die Musik und herrlich bunt gekleidet sind die Menschen eine Augenweide.
Bokenrode hat eine eigenartig besondere Atmosphäre; das ist von Jahr zu Jahr von Allen zu hören. Auch die Marktbeschicker bestätigen dieses. So empfinde ich auch: Jedes Mal –auch außerhalb der Basar-Zeit- wenn ich mich dort aufhalte, habe ich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Es ist wohl so, dass man dort willkommen ist, Ansprache findet und angenommen wird.
So schwärmen auch Kinder noch Jahre später nach ihrer Klassenfahrt dorthin von ihrem Aufenthalt von den Aktivitäten und insbesondere von den Mitarbeitern, die dem Dorf mit ihren Angeboten Leben einhauchen.
Für mich heißt es: Nach dem Basar ist vor dem Basar. Auf ein Neues in 2011!
Eure Wollküre Sabine

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