Mittwoch, 9. Februar 2011

Effektgarn- eine Anleitung für Dicke Garne

In der Spinngruppe scheint es Nachfrage zum Effektgarnspinnen zu geben.
Ich würde meine Erfahrungen weitergeben an einem noch zu verabredeten Termin.
Vorübungen sind jedoch wichtig und auch möglich. Also wer sich interessiert:


Effektgarnspinnen beinhaltet:

AUSPROBIEREN



Testen



Wagnis

Hinterfragen


Du musst Mut aufbringen, Zeit mit Experimentierfreude zu verbringen, ohne zu wissen, ob am Ende ein Garn entsteht, mit dem Du etwas anfangen kannst.
Es ermöglicht neue Wege:
Zu Dir

Zu Deinem Tun

Zur Wolle

Zum Rad.

Eine andere Sicht auf Alles entsteht.


Du scheinst die Kontrolle zu verlieren und doch erhältst Du sie…
…wenn Du es auf Dich nimmst!

Die Fähigkeit,
zwischen D i c k und d ü n n Spinnen zu wechseln,
ist eine Voraussetzung für Effektgarn.
Diese Technik lässt u.a. Spiralzwirn, Kreuzgarn, Coils/Regenwürmer und Flammengarn entstehen.
Dicker spinnen für ein zu zwirnendes Garn

Wesentlich sind lange Fasern, die nicht flutschen. Mit einem Kammzug hast Du zwar eine schöne Faserlänge, der Faden rutscht jedoch durch die Finger.
Ein gut auf der Trommelkarde gekämmtes Vlies lässt sich auch einfach in Stücke teilen und zu einem Faserband ziehen.
Aus diesen Fasern wird das Faserdreieck gebildet.
Dieses Dreieck ist wesentlich für die Garnstärke.
Das WIEVIEL des Ausziehens wirkt sich auf die Beschaffenheit des Fadens hinsichtlich seiner Dicke/Dünne aus.

Bedeutsam ist auch die Drehung des Rades. Dicke Garne benötigen weniger Drall und mehr Einzug. Einzustellen ist daher die Spulenbremse beim einfädigen Rad. Hast Du ein zweifädiges, musst du testen, da habe ich keine Erfahrung.
Vernachlässige die Gleichmäßigkeit des Fadens, das kommt mit der Übung von selbst!

Setz Dich ans Rad und spinne an wie Du es sonst tust. Nun beachte die Menge Faser, die du dem Faden spendest. Steigere allmählich die Menge und achte auf die sich ändernden Momente, stelle die Bremse fester, verändere den Einzug, werde ein wenig langsamer im Treten.
Du kannst den Faden durch die Finger gleiten lassen und die Beschaffenheit spüren; er darf fest werden, das Zwirnen nachher macht ihn wieder weicher.
Hast Du einen Rhythmus gefunden, wunder Dich nicht, dass er schnell verloren geht.
Dickes Garn benötigt rasches Verstellen des Einzuges. Du hast ungleich mehr mit der Technik Deines Rades zu tun als beim dünnen Garn.
Lass Dich nicht entmutigen, falls der Faden oft reißt.
Es braucht seine Zeit und u.U. viele Meter Probefaden…
Auch für das Spinnen gilt:


Betrachte die Dinge von einer anderen Seite,
als du sie bisher sahst; denn das heißt,
ein neues Leben zu beginnen.
Marc Aurel

(gefunden und kopiert von Bernsteins Maschenzauber)


Habe ich was vergessen, muss noch was unbedingt in die Anleitung? Über Anregungen freut sich mit
LG Sabine





1 Kommentar:

  1. Liebe Sabine, wenn der Termin steht, lass es mich wissen. Wenn es passt, komme ich gerne dazu.
    LG
    Ulrike

    AntwortenLöschen