Mittwoch, 8. Februar 2012

Bericht aus der Experimentierstube




Sechs Strickpröbchen habe ich aus schwarzbraungrauer Bioland-Texelwolle gewonnen.Meine Erkenntnisse:

je weniger ich die Fasern behandele, desto weicher ist das Strickergebnis. Es ist nicht nötig, die Wolle vor dem Spinnen zu waschen, die Flocken von meinem Schäfer sind so sauber und wolkengleich, dass die Fasern nahezu wie von selbst in den Faden springt. Auch duftet sie eher als dass sie stinkt.




 Das Strickbild bei der roh versponnen Wolle ist am ebenmäßigsten. Navajogezwirnt ergibt ebenso mehr Weichheit.Am wenigsten weich ist sie bei der gefärbten, gewaschenen, gekämmten und von drei Spulen gezwirnten Garnen.


 Ja auch diese Faser nimmt Farbe an.


Ich trage diese mittelfeine Wolle  am Körper, sie löst schon den einen oder anderen Juckreiz aus...

  Sehr bedeutsam an dieser Stelle scheint mir die Arbeit des Schäfers zu sein.Wie oft hat man schon geschenkte Säcke mit Wolle geöffnet und schreckt schon vor dem Geruch zurück, von anderen Verschmutzungen gar nicht zu reden.
Ich erlebe  "meinen" als umsichtigen Hirten, dem die Gesundheit und das Wohlergehen seiner Herde sehr am Herzen liegt. Er weiß, welches Schaf krank war und macht mich bei der Wollernte darauf aufmerksam. Sollten Kletten oder Streu auf die Schafe gekommen sein, schämt er sich fast.
 Es ist ihm immer eine große Freude, dass ich seine Wolle verspinne und ich bin dankbar für die Fülle an Material, die meine Fülle an Kreativität füttert.

LG Sabine

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